Aus dem Nähkörbchen plaudern

Vorweihnachtliche Stimmung mit Carmen Bitzer-Eppler in der 1.Klasse der Schillerschule Onstmettingen

100 Jahre soll dieser Korb sein? Das muss ICH genauer beriechen – da ist schon was Besonderes an einem alten Nähkorb riechen zu dürfen. Der ging schon durch ganz viele Hände und landete nicht im Müll. Das ist schon spannend – heute werden die Sachen ja nicht mehr so lang aufbewahrt.

Die Erstklässler schauten das mitgebrachte Nähkörbchen erwartungsvoll an. Was hat uns denn Carmen Bitzer-Eppler da mitgebracht ?

Die Schüler/innen wurden beim Auspacken mit eingebunden. Zuerst musste ein Schüler das Nähkörbchen öffnen. Die neugierigen Blicke der Kinder verfolgten jede Handlung. So durfte immer wieder ein anderes Kind ein Weihnachtsdeckchen oder eine mit Kerzen bestickte Tischdecke heraus holen.

Was da alles aus dem Korb heraus kam. ICH und die Kinder staunten. Haben die Erwachsenen früher solche Dinge benutzt? Manche Erstklässler riefen ab und zu: „Meine Oma hat noch sowas.“

Das Thema Handarbeit wurde besprochen und wie früher die Frauen im Lichtstübchen zusammen saßen und sich allerlei erzählten.

Was da alles aus dem Körbchen heraus kam : Nähnadeln, Strick- und Häkelnadeln,ein Stickrahmen, ein Steckkissen, sogar ein Fingerhut. Die Erstklässler kannten mache Dinge gar nicht und es gab auch geheimnisvolle Kästchen ganz unten versteckt. Ein Mädchen durfte dann auch ein weißes Kleidchen aus dem Nähkörbchen anziehen.

Die Geschichte von den Sterntalern begeisterte die Erstklässler und sie strahlten als die Sterntaler ins Kleid vom Himmel fielen.

Dann schnitt Frau Bitzer-Eppler Apfelschnitzchen und es wurde eine Kerze angezündet.Im Klassenzimmer von Brigitte Wilke wurde es ganz still – zwei von den Erstklässlern verteilten die Apfelstückchen und die Kinder saßen um die Kerze. So ging es früher in der Lichtstube zu und die Kinder konnten die Stimmung spüren.

Es ist schön zu beobachten, wie neugierig die Kinder sind. Sie fragen und hören zu. ICH würde gern auch öfter fragen, aber ICH werde oft nicht verstanden. Mein neues Rudel hat ja auch schon Geduld mit mir und versucht mir z.B. zu erklären, dass ich auf das bestickte Tischtuch nicht treten darf. ICH begreife das schnell und dann freuen sie sich, weil auch sie sich an bestimmte Regeln halten müssen. Als die Erstklässler die Filzsterne mit Carmen gemacht haben, sammeln die Kinder alle Reste in eine Box. Es ist wichtig den kleinen Menschen schon beizubringen, dass man möglichst alles verwerten soll und nicht wegwirft. Auch die Reste der Äpfel wurden eingepackt, damit Carmen sie in ihr Futterhaus für die Vögel legt .

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