Besuch im Kunstmuseum

Otto Dix, der Pinsel und der Zeichenstift

Viertklässler lernen im Kunstmuseum: „mit und ohne Farbe“

Carmen Bitzer-Eppler lud die 4a und die 4b der Schillerschule Onstmettingen nach Ebingen zur Ausstellung von Bilder des berühmten Malers Otto Dix ein.

Otto Dix gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts.
Dix ist sich zeitlebens selber treu – und bis jetzt ein kultureller Streitfall geblieben. „Ich mal’ weder für die noch für die. Tut mir leid. Ich bin eben ’n derartig souveräner Prolete, nicht wahr, dass ich sag: ‘Das mach ich! Da könnt ihr sagen, was ihr wollt.’ Wozu das gut ist, weiß ich selber nicht. Aber ich mach’s. Weil ich weiß, so ist das gewesen und nicht anders.“ [1963]“

Das war so gemein!Denn ich darf nicht ins Kunstmuseum mit! Ich könnte ja was beschädigen…Warum sollte ich das machen? Ich bin sooo lieb!

Da ich nicht dabei sein konnte, mussten die Kinder mir am nächsten Tag genau Bericht erstatten. Sie wissen das schon und passen genau auf, damit sie mir auch alles erzählen können.

Arthur ( die Kunstmuseum-Puppe) hat meine Klasse begrüßt – ich würde gern mal an Arthur schnuppern – er ist immer so nett zu meinem Rudel.

Erkennt ihr ihn? Auf dem Bild ist er gerade vor dem Gesicht von Carmen Bitzer-Eppler und begrüßt die Viertklässler.

Willkommen! Auch Arthur begrüßt Brigitte Wilke mit ihrer Klasse und fragt uns:“ Was ist der Unterschied zwischen zeichnen und malen?“ Die Viertklässler wissen es: zeichnen bedeutet mit Bleistift Konturen zeichnen und die Räume dann mit Farbe füllen ist malen.

Zeichnen und malen kann ich leider nicht mit meinen Pfoten, aber an den Bildern riechen und Tipps geben. Die Kinder zeigen mir oft ihre gemalten Bilder und auch diesmal haben sie mir einige zum Anschauen und Beschnuppern mitgebracht und genau erklärt, wie man ein Gesicht ( ein Porträt ) richtig hin bekommt.

 

Sie erzählten mir, dass sie zuerst einen großen Kreis gezeichnet haben. Dann ungefähr in der Mitte des Kreises die Hilfslinie für die Augen.

Könnt ihr die Linien erkennen?

Die unteren 2 Linien sind für die Nase und den Mund. Das schwarz-weiße haben sie zuest gemalt und dann daneben das mit Farbe. Sie sagten zu mir, ob ich merke, dass das farbige Gesicht mehr Ausstrahlung hat? Helle Farben machen es freundlicher und dunkle Farben traurig.

Auf einem Tisch lagen viele kleine Bilder und die Kinder bekamen die Aufgabe zu zweit diese Ausschnitte in den Bildern von Otto Dix zu finden. In manchen Bildern ließen sich die Strukturen recht gut erkennen, bei einigen wurde es richtig schwierig.

Sie erklären mir das Rätsel und ich höre brav zu.

Genau diese Strukturen machen ein Bild lebhaft, lebendig und macht die Kunst aus. Je dichter die Striche, desto feiner wird die Struktur.

Sie sagten, dass in der ganzen Ausstellung kein lachendes Porträt zu finden war.

Sie bemerkten, dass helle Farben ( orange, gelb, hellgrün) heitere Farben sind. Durch die Farben kann man ein Bild mehr wirken lassen – soll das Bild dramatisch wirken, nimmt man dunklere Farben.

Trau deinen Augen“


Carmen Bitzer-Eppler hat geschafft, dass die Kinder genau hinschauen. Was man dann an den selbstgemalten Porträts genau sieht.

 

Wir möchten unbedingt wieder ins Kunstmuseum – wir lernen so viel dort.

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